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So sieht Rehhaar aus wenn Du es
Dir kaufst.
Schon seit vielen Jahrzehnten setzen
Fliegenbinder das sehr gut schwimmende Rehaar ein.
Es gibt Batche in Naturfarben oder auch Bunt gefärbt. Ein Batch ist so ein
Rechteckiges Stück.
Info: Nur das Winterhaar ist hohl !
Sommerhaar kann für Beinchen, Flügel und Fühler verwendet werden
Die
Einsatzmöglichkeiten reichen von Fischimitationen bis hin zu
Landinsekten wie z.B. Heuschrecken. Berühmt sind hier wohl
die Muddler und ein paar Sedge-Muster.
Es kommen außer Rehhaar noch folgende hohle Haare zum Einsatz:
Hirsch: Haarstruktur wie Reh nur
länger und gröber. Prima für Muddler.
Gemse: Haarstruktur wie Rentier, aber sehr lang
Rentier: Sehr fein wie Reh aber länger.
Mufflon: Struktur wie Reh, aber sehr viel feiner.
Elch: Sehr grobes und steifes Material.
Meist findet jedoch die Mähne (Moose mane) Verwendung z.B.
in Streamer und Muddler
Weißwedelhirsch: Zum größten Teil bekannt als Bucktail. Für mich
Bestandteil in Streamer.
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Kaninchen- und Hasenfelle wirklich ein sehr begehrtes Material.
Sei es als alleiniges Material in einer Fliege, Nymphe oder als Zugabe in einer
Mischung.
Ich benutze es eher als Zugabe in meinen Mischungen um sehr
granniges Haar wie
Opossum zu bändigen. Die Haare des Opossum halten nicht von alleine zusammen da
die
Unterwolle fehlt und das gleiche ich aus in dem ich Hasenfell dazu gebe.
Auch Hasenhaare sind Naturbedingt gröber in seiner Struktur, deshalb wird
hauptsächlich
das Fell der Kaninchen für Dubbings verkauft. Hasenfell wird meist in Form von
Hasenmasken
verkauft, das sind komplette Gesichtshäute mit unterschiedlichen Haar-Zonen die
zum Binden
von Nymphen eine große Rolle spielen.
Das obere Bild zeigt sog. Strips oder auch Zonkerstrips genannt. Sie gibt es
Längst und Quer geschnitten.
Was heißt das nun wieder?
Hasen- und Kaninchenhaare (Generell Säugetiere) wachsen immer in einer Richtung, nämlich von Vorne
nach Hinten und
von Oben nach Unten, was an den Flanken der Fall ist. Wenn Du ein Kätzchen oder
einen Hund hast
dann geh mal durchs Fell, vom Kopf zum Schwanz und Du wirst merken wie leicht
das geht. Nun anders herum, entgegengesetzt. Die Hand gleitet nun nicht mehr so
sanft durchs Fell.
Die Schnitte der Strips sind nun entweder von Vorne nach Hinten gesetzt, der
Längsschnitt, oder aber eben Quer, der Querschnitt eben.
Bei den Längsgeschnittenen Strips fallen die Haare längst zum Strip, bei den
Quergeschnittenen fallen die Haare quer zum Strip runter.
Je nach Streamer werden diese Typen verwendet, längstgeschnittene Strips werden
für Schwänzchen verwendet, die quergeschnittenen Strips hauptsächlich als Körper
um den Haken gewunden.
Das Mittlere Bild zeigt uns das Dubbing aus Hasenfell in einer Dispenserbox um
die Entnahme von
kleinen Portionen zu erleichtern. Hier gehört noch einen Deckel drauf in dem
sich für jedes
Fach ein Loch befindet um die Entnahme noch zu verbessern.
Auf diesem Bild ist ein typischer Zonker abgebildet wo ein
längstgeschnittener Strip
verarbeitet wurde.
Dieser Zonker hat beide Strips vereint, das Schwänzchen ist aus
längstgeschnittenen- und der
Körper aus quergeschnittenen Strips gebunden.
Es gibt noch eine größere Anzahl an Felle die wir zum Binden nutzen, diese
alle hier aufzuzählen
wäre ein riesiges unterfangen welches ich mir und Dir ersparen möchte.
Die wichtigsten hier sind dennoch zu erwähnen:
Calf-Tail (Kalbsschwanz), Squirrel (Eichhörnchen), KidGoat (Junge Ziege),
Opossum, Nutria und diverse Fuchsarten.
Dennoch ist das Einsatzgebiet für solides Haar für den Fliegefischer in unseren Breiten doch recht Begrenzt,
obwohl es einige Fliegenmuster ohne
Solides Haar nicht geben würde.
Ich denke da an die Royal Wulff und andere Trocken Muster die
daraus entstanden sind. Sehr wichtig ist das Haar aber für alle
Lachsfliegen sowie Fliegen für Meerforellen, wichtiger als für
den "normalen" Fliegenfischer.
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